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Würzburger Hospiz-Brief
Mitteilungsblatt des Hospizvereins Würzburg e. V. Ausgabe Nr. 50 1-2018 weiterlesen


In schweren Zeiten nicht alleine sein

Der Hospizverein Würzburg e.V. hat es sich seit 27 Jahren zur Aufgabe gemacht, Sterbende und deren Angehörige auf der letzten Wegstrecke des Lebens zu begleiten. Ob zu Hause, im Krankenhaus oder im Pflegeheim, die Hospizbegleiter/Innen haben ein offenes Ohr für die Patienten und Angehörigen und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Der Hospizverein ist für Angehörige auch nach dem Tod eines geliebten Menschen ein Anlaufpunkt, um Wege zu finden, mit der Trauer zu leben. In verschiedenen Gesprächsgruppen findet Trauerbegleitung statt, bei der die Menschen und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Um diese wichtige Arbeit zu unterstützen, hat die Würzburger Versicherungs-AG eine Spende in Höhe von 2.500 Euro an den Hospizverein Würzburg e.V. übergeben. Die Würzburger Versicherungs-AG ist seit über 25 Jahren insbesondere im Bereich der Reiseversicherungen erfolgreich am Markt tätig.

Dr. Klaus Dimmer (Vorstandsvorsitzender der Würzburger Versicherungs-AG), Gertrude Hobeck (Hospizverein Würzburg e.V.), Wolfgang Engert (1. Vorsitzender Hospizverein Würzburg e.V.) und Annemarie Heiß (Hospizverein Würzburg e.V.).

 

15 neue Hospizbegleiter ausgebildet

 

Unter dem Motto „Weil du wichtig bist!“ fand am 13. Oktober der Welthospiztag statt. Unter diesem Motto begleiten nun 15 Frauen und Männer die von Februar bis September von Schulungsteam des Hospizvereins Würzburg ausgebildet wurden, Schwerkranke und Sterbende. Bei der Übergabe der Zertifikate begrüßte sie der Vorsitzende Wolfgang Engert im ehrenamtlichen Team von 104 Hospizbeleitern. Teilnehmen an der Schulung kann jeder Erwachsene, der psychisch und körperlich stabil und belastbar ist. Zum Zeitpunkt der Ausbildung sollte man sich nicht in einem (noch) nicht abgeschlossenen Trauerprozess oder der Begleitung eines schwerkranken Angehörigen befinden. Die Teilnehmer sollten diesen Dienst an der Gemeinschaft ehrenamtlich verrichten wollen und bereit sein, einen Teil ihrer Freizeit der Arbeit des Hospizvereins zur Verfügung zu stellen.

 

 

Annemarie Heiß mit dem „Weißen Engel“ ausgezeichnet

Am 5. Juli 2018 wurde Annemarie Heiß von der Staatsministerin Melanie Huml mit dem Weißen Engel ausgezeichnet. Die Auszeichnung "Weißer Engel" wird an beispielgebende Personen verliehen, die sich langjährig und regelmäßig im Gesundheit- und/oder Pflegebereich ehrenamtlich engagiert haben. Höchstens 70 Personen werden jährlich für ihr ehrenamtliches Engagement mit dem „Weißen Engel“ ausgezeichnet. Aus der Laudatio von Staatsministerin Huml: „…die Hospizarbeit ist eine wichtige Aufgabe für unsere Gesellschaft. Das wissen Sie nur zu gut. Daher engagieren Sie sich bereits seit 25 Jahren im ehrenamtlichen Einsatzteam des Hospizvereins in Würzburg. Seit 2009 gehören Sie als Vertreterin des Einsatzteams dem Vorstand an. Sie begleiten Schwerstkranke und sterbende Menschen auf ihrem letzten Lebensweg. Eine Aufgabe, die sicher nicht immer einfach ist und die man daher umso mehr schätzen muss. … Ihre ruhige und offene Art tut den Menschen gut und hilft ihnen dabei, die schwere Zeit zu bewältigen…. Sie investieren viel Zeit und Liebe in Ihr Ehrenamt.“

 

 

 

 

 Trauer führt junge Erwachsene oft in die Einsamkeit

 

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Hospizvereins Würzburg stand der Vortrag von Gertrude Hobeck (Trauerbegleiterin und Integrative Trauertherapeutin) über das Projekt „Wunschfrei – Trauergruppe für junge Erwachsene“. Dieses Projekt will Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Trauer ansprechen, verstehen und unterstützen. Viele junge Betroffene scheinen nach einem Todesfall relativ allein gelassen und wenig Aufmerksamkeit und hilfreiche Unterstützung zu bekommen. weiterlesen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jahresbericht 2017 zur Mitgliederversammlung am 10. April 2018

Das Würzburger Modell der Hospizarbeit Vorgeschichte

Aus einer Initiative entstand 1991 der Hospizverein Würzburg e.V.

Die Gründungsmitglieder sahen in Hospiz:

  • Ausdruck der eigenen Hoffnung, sich selbst und anderen Menschen in der letzten Lebensphase ein authentisches, würdiges Sterben zu ermöglichen;
  • der Verdrängung von Krankheit Tod und Trauer entgegenzuwirken;
  • sich im persönlichen Umfeld für Solidarität und Toleranz im Umgang mit Krankheit, Tod und Trauer einzusetzen.

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 5.000 Euro-Spende für den Hospizverein Würzburg

 

Der Hospizverein Würzburg hat sich die Begleitung Schwerstkranker und Trauernder zur Aufgabe gemacht. Doch ohne Spenden ist die ehrenamtliche Arbeit nicht möglich. Umso mehr freute sich Vorstandsvorsitzender Wolfgang Engert über die Spende über 5000.- €, die er von der Niederlassungsleiterin der PSD-Bank in Würzburg, Andrea Neis, entgegen nahm. Als Hintergrund der Spende nannte die Niederlassungsleiterin die kontinuierliche Unterstützung der wichtigen Arbeit des Hospizvereins durch die PSD-Bank in Würzburg. Mit der Spendenübergabe möchte die Bank „einen Teil der Anerkennung durch Kunden an die Region zurückgeben“.


Wie Hospizverein-Vorstandsvorsitzender Wolfgange Engert verdeutlichte, sind finanzielle Zuwendungen in erster Linie notwendig zur Schulung und Fortbildung der Hospizbegleiter. 2018 beginnt eine neue Schulung für die 25 Interessierte angemeldet sind. Die Begleitung von Schwerstkranken, Sterbenden und Trauernden hinterlässt Spuren, auch bei den Hospiz-Helfern. Durch Supervision soll dabei einer Überforderung (Burnout) vorgebeugt und ein Erfahrungsaustausch und ständiges Hinzulernen der Hospizhelfer ermöglicht werden. Der Hospizverein Würzburg bietet Trauernden Begleitung in den offenen Gruppen „Trauern und Trösten“, „Verwaiste Eltern“ und „Junge Erwachsene“ an.

 

 

 

 

Mitgliederversammlung 2017

 

Am Dienstag den 25. April fand unsere diesjährige Mitgliederversammlung statt, auch in diesem Jahr wurde wieder wichtige Punkte besprochen, insbesondere der Rückblick auf das Jubiläum.

 

Protokoll zur Mitgliederversammlung

 

 

Ausbildung zum Hospizbegleiter – Zwei Ausbildungskurse erfolgreich abgeschlossen 

 

Ehrenamtliche Hospizbegleiter bereichern die Hospizarbeit mit zahlreichen Fähigkeiten und Erfahrungen. Voraussetzung für diese ehrenamtliche Aufgabe ist die Teilnahme an einem intensiven Vorbereitungskurs. Dieser hat einen Umfang von 105 Stunden. 

 

Die Inhalte der Ausbildung beschäftigen sich mit Motivation und Belastbarkeit, der Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit und der Vermittlung von Fachwissen zu den Themen Kommunikation, Trauer, Schmerz, Patientenverfügung, Spiritualität und Rituale. 

 

Nach Abschluss der Schulung erklärten die Ehrenamtlichen ihre Bereitschaft, sich für Menschen auf der letzten Wegstrecke des Lebens aktiv und zuverlässig zu engagieren. Alle ehrenamtlichen Hospizbegleiter nehmen regelmäßig an den für sie angebotenen Supervisionsgruppen teil.  


Der Vorstand begrüßt die neuen Hospizbegleiterinnen und –begleiter und dankt dem Schulungsteam für sein großes Engagement. 

 


Schulungskurs 2015


Schulungskurs 2016

 

 „Der Mensch kann nur Mensch werden, 

 wenn nach seiner Geburt Menschen da sind,

 für ihn, mit ihm. Er kann sich aus seinem Leben als Mensch

 nur verabschieden, 

wenn er in seinem Sterben nicht allein ist, 

sondern jemand da ist, für ihn, mit ihm.“ 

 (Heinrich Pera, Pfarrer)